Reise zur letzten Etappe der Rallye Paris – Dakar
in den Senegal

Wer träumt nicht davon, die Rallye Dakar hautnah und „vollgestaubt“ live zu erleben. Mir ist so etwas tatsächlich schon passiert.

Januar, die letzte Etappe der Rallye Paris – Dakar, im Senegal. 4 Tage Motorsport live erleben und auf dem Rückflug Zwischenstop in Lissabon inkl. 4-stündiger Stadtrundfahrt.


Meine ersten Gedanken zur Reise:
Senegal (super, ich flippe gleich aus); schönes Wetter, endlose Strände und, herrje, der lange Flug und dass bei meiner Reiseübelkeit (entweder arktische Temperaturen in heimischen Gefilden oder grenzenlose Übelkeit über den Wolken?).

Ich fliege trotzdem und hoffe auf .... einen Platz an der Sonne? Nein, ehrlich gesagt, in der Nähe der Toilette!

Ankunft in Dakar, ich bin fix und fertig. Andere gehen um diese Zeit frühstücken; ich schlafe gleich im Stehen ein. Großes, schönes Zimmer; endlich schlafen.

4 Tage; kein „Urlaub“, sondern straffes Programm mit tollen Highlights und jeder Menge Autos, Motorrädern, Trucks, sandigen Pisten und stets einer steifen Brise „sandigem“ Wind, der einem die Haut zu Schmirgelpapier werden lässt.

Klo´s? Weit und breit keins in Sicht. Hauptsache, ich löse hier kein akutes
Baumsterben aus!

Die Zeitspanne zwischen dem Eintreffen des Erst- und Letztplatzierten ist so erheblich, dass einem dabei leicht ein „Damenbart“ wachsen kann. Meine Beine schmerzen. Doch, ich bin taff und schaffe das.

Abends teile ich mein Hotelzimmer mit einer hoffentlich „vereinsamten“ Kakerlake, was mir vor Angst die Schweißperlen auf die Stirn treibt (den Versuch, das Viech zu fangen, spare ich mir gleich; die ist viel zu schnell für meine müden Beine). Ich wache morgens auf, und lebe noch!


Abflug; noch im Zeitplan. Zwischenstop in Lissabon (mir schlottern alle Glieder,
3 Grad). Tiefgekühlt auf zur Stadtrundfahrt; tolle Stadt, romantische Häuser,
Cafe´s wie in Wien. Ich komme bestimmt noch mal wieder, aber nur im
Sommer, bin nämlich ne richtige Frostbeule.

Weiterflug nach Frankfurt; ich warte vergebens. Verspätung: 3 Stunden.

Später rase ich dann wie von der Tarantel gestochen über den riesigen Frankfurter Airport und schaffe trotz meiner persönlichen Bestzeit von 11 Sekunden auf 100 m den Anschlussflug nicht mehr (so ein Mist).

Wieder warten ..... Stunden später, mein Flieger nach Hamburg (bloß jetzt keine
Übelkeit). Was kann sonst noch passieren?

Hamburg, Schnee und „eisige Kälte“; (kein Werbespot für 3 Wetter Taft), sondern Koffer verschwun-den! Ich krieg mich vor Lachen nicht mehr ein! Der wollte wohl auch lieber im Senegal bleiben und sich die Sonne auf die Hartschale brennen lassen!

Fazit:
Tolle Reise für Rennsportfans und solche, die es werden wollen. Der nächste Traumurlaub kann kommen und, mein Koffer hat sich auch wieder angefunden. Das gute Stück ist wohl scharf auf das nächste Abenteuer, genau wie ich.

 

Verfasser der Redaktion bekannt