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In eigener Sache von Andrea, dem Bücherwurm…..
Letzten Donnerstag hatte ich frei. Zu viele Überstunden. Also nahm ich
mir für das Frühstück viel Zeit. Genug, ein Heft durchzusehen. Und siehe
da. Unter den Buchtipps fand ich das Werk ‚Or Glory:
21st Century Rockers‘ von Horst A. Friedrichs. Hierbei handelt sich um
eine Fotodokumentation eines Deutschen, der mit seiner Familie in London
lebt. www.amazon.de offeriert die Arbeit für
EUR
29,95. Was auch beachtet werden sollte ist, dass sich der Fotograf nicht unbedingt an die junge Generation hält. Denn: Teddies in England gibt’s schon lange. Und die ‚Alten‘ geben in der Szene von Grossbritannien den Ton an. Dessen scheint sich Horst A. Friedrichs bewusst zu sein. So hat er’s irgendwie geschafft, gerade die Liebe der älteren Generation zur Musik, zu bestimmten Idolen oder einfach zu Symbolen der 50er Jahre, zu verdeutlichen. Ohne sie einfach ‚nur alt‘ aussehen zu lassen. Jedes Foto strotzt voll Überzeugung, voll Kraft. Das Rebellentum ist offensichtlich. Die Lichtbilder stehen alle dafür, dass sich Rocker nicht drein reden lassen und oft auch die heutige Welt ‚nicht brauchen‘. Dabei wollen sie niemanden beeinflussen, überreden oder besser sein als andere. Meine Mutter bezeichnet es als ‚Flucht‘. Ein paar Freunde meinten spöttisch, ich hätte ja damals noch gar nicht gelebt. Was würde ich dafür geben! Und was, bitteschön, kann ich dafür? Könnte (und dürfte ich) die heutigen Motorräder gegen Nortons, Harley, Triumphs, Indians, BMW‘s und wie sie alle hiessen – eintauschen, das wär‘ himmlisch! Und all die heutigen gleich aussehenden Fahrzeuge gegen Chevy’s, Studebakers, Cadillacs, etc. von damals! Wenn ich all die Leggings, Hosen, die sich der Schwerkraft beugen, selbst die knappen Minis in Bleistift-Jupes, Petticoats oder Jeans verwandeln könnte – ich würd’s umgehend tun…..
Dafür
brauchen ‚wir‘ auch kein Silikon (das haben wir von Natur aus ‚drin).
Unser Schönheitsidol sind rote Lippen, betonte Augen, makelloses Make-Up.
Dafür stehen einige von uns schon ‚mal stundenlang vor dem Spiegel (sorry
Mädels, da habe ich irgendwie quergeschlagen – mir fehlt halt auch Euer
Aussehen).
Okay.
Mit MAC’s und Windows haben wir uns angefreundet.
Auch wir
benutzen Facebook, Twitter, You Tube, My Space, etc.
(wenigstens einige von uns). Doch sie dienen mehr als Mittel zum Zweck.
Denn unsere Gemeinde, zumindest hier bei uns in der Schweiz, ist extrem
klein geworden. Man hat geheiratet, Kinderchen gekriegt, die Tolle war
plötzlich nicht mal mehr zweitranging, zu stressig war der Job als
Banker. Dann begann man, in andere Musik reinzuhören, da die eigenen
Teenies sich über die 50er Jahre lustig machen (tja, damals brauchte man
noch echte Schlagzeuger und versuchte sich nicht an Synthezisern). |
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