NASHVILLE SKYLINE:

BUCK OWENS’ ehemaligen Arbeiten veröffentlicht

Seine Warner Bros. Aufzeichnungen

8. März 2007, 5:41 PM EST

Von Chet Flippo

Buck Owens bleibt innerhalb der Country Musik einer ihrer wertvollsten Schätze.

U. a. war dieser Mann für den von Rock beeinflussten Gitarrenklang verantwortlich, auf dem der Bakersfield-Sound basierte. Somit ebnete er die Bühne für Künstler wie Merle Haggard und viele nachfolgende Süd-Kalifornische Country/Rock-Künstler. Aufmerksamkeit erlangte Buck auch als eine Art Karikatur des „pickenden und grinsenden" Hee Haw-Gastgebers. Wie auch immer: Seine Musik übertraf jenes Image bei weitem.
Jetzt hat Rhino ein CD-Set veröffentlicht. Es offeriert eine Anzahl äusserst interessanter Songs. Die Aufzeichnungen entstanden bei Warner Records, nach Buck’s Ausstieg bei Capitol im Jahr 1975.
Buck Owens: The Warner Bros. Recordings bietet 41 Songs. Sie entstanden alle zwischen 1976 und 1988. Das Album kann nur über rhinohandmade.com, in einer limitierten Ausgabe von 5'000 Stück, für $39.98, bezogen werden. Buck Owens arbeitete seit 1959 für Capitol. Insgesamt hat dieser Künstler 20 Nr. 1 Singles geschaffen.

Als 1974 Owens’ Leadgitarrist und bester Freund, Bandleiter Don Rich, bei einem Motorradunfall um’s Leben kam, bedeutete das für den Mann aus Bakersfield ein Weltuntergang. Owens erholte sich nie völlig von der Tragödie. Die Folge waren ernsthafte Depressionen. Nie wieder konnte er nach dem Schicksalsschlag wieder eine Nr. 1 landen. Bis ihn Dwight Yoakam zum Duett "Streets of Bakersfield", 1988, überredete.

Vorerst kam Buck jedoch 1975 bei Warner Bros. unter Vertrag. Zum ersten Mal in seinem Leben ging er nach Nashville. Damals nahm er sogar den Nashville Sound an, der zu jener Zeit aus Country-Pop bestand. In einem nachfolgenden Interview drückte sich Buck über seinen Karriere-Wechsel ziemlich vage aus: "Ich musste Warners bloss sagen: ‚Nein, nein. Hier hört’s auf. Ich werde nicht ins Country-Pop-Geschäft einsteigen. Ich möchte Country sein!'
Aber wisst Ihr – ich konnte mich 1979 nicht einsperren lassen. Das konnte ich einfach nicht. Es gelang mir nicht, eine Platte ins Radio bringen." Tatsächlich war der einzige Erfolg, den er am Radio feiern konnte, das im klassischen Bakersfield Sound abgefasste "Streets of Bakersfield." 1979 folgte ein Duett mit Emmylou Harris, "Play Together Again Again." Diese Nummer schaffte es auf Platz 11.

Owen’s erstes WB Album, Buck 'Em, belegte Rang 39 in den Country Charts. Die ausgekoppelten Singles brachten gar nichts ein. Owens’ Album bot auch Covers: Von den Beatles' "Lady Madonna" und von den Eagles' "Hollywood Waltz." Später folgten Versionen des Bee Gees Hits "Massachusetts" und Delbert McClinton's "Victim of Life's Circumstance."

1982 machte sich Buck an ein weiteres WB Album. Er schloss es aber nie ab. Zum ersten Mal ist jenes Material auf der hier vorgestellten CD erhältlich. Die Arbeit gibt einen faszinierenden Einblick in das Werk eines geplagten Künstlers, der sich nichts mehr wünschte, als relevant zu bleiben.

Bei einem späten Rückblick meinte Buck einmal: "Das einzige Mal, dass ich Ärger kriegte war, als ich versuchte, Kompromisse zu schliessen und eine Country-Pop-Platte zu machen. Nun ja – kann man sich das vorstellen? Buck Owens und eine Country-Pop-Scheibe? …es war mein Fehler. Ich wollte es nicht so sehr, dass ich da raus ging und den Job perfekt erledigte. Als Don starb, lag für mich die Welt in Trümmern. Alles schien vorbei zu sein….. ich kam nie darüber hinweg."

Obschon sich Owens am Erfolg von "Streets of Bakersfield" erfreute und sogar ein weiteres Album für Capitol (Hot Dog!) schuf, konzentrierte er sich auf seinen Crystal Palace Klub und das gleichnamige Restaurant in Bakersfield. Des Weiteren war er Besitzer diverser Radiostationen und einer Verlagsagentur.

2006 verstarb Buck Owens im Schlaf. Für Touristen hat er in derselben Nacht im Crystal Palace noch seinen letzten Auftritt gegeben.

 
 
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