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Ry Cooder schliesst in seiner neuen CD auch Bluegrass ein

Ray's neustes Projekt, das am 7. März 2007 von Nonesuch Records auf dem Markt erscheint, zeigt ihn diesmal von Bluegrass- und keltischen Musikern begleitet. Der Mandolinen-Spieler Roland White, Banjospieler Mike und Pete Seeger und der Pfeifen-Spieler Paddy Maloney gehören zu den Gastmusikern.

My Name Is Buddy, ist eine Konzeptstück. Der Name steht für die rothaarige Katze Buddy, Lefty Mouse (Maus) und Reverend Tom Toad. Diese Figuren verkörpern Cooder's düstere Vision des ländlichen Lebens - des “Amerikanischen Westens von Gestern."

Die CD bietet nebenbei Geschichten, welche Cooder zu jedem Song schrieb. Illustriert hat sie de Texaner Vincent Valdez. Je nachdem, wie gut man die politische Geschichte Amerika's kennt, mag man zustimmen oder aber die Augen rollen. Die Musik und Produktion von  My Name Is Buddy sprechen auf jeden Fall für Ray Cooder's hohen Standard.

Auf der Nonesuch site, sind ein paar Samplers abrufbar, ebenso auf Amazon.com.

 

Country Music Hall of Fame präsentiert Hank Cochran Programm

28. Februar 2007

Das Country Music Hall of Fame and Museum startet seine neue Programm-Serie Poets and Prophets mit einem Salut für den Songwriter Hank Cochran am 24. März 2007.

Das interaktive Poets and Prophets Programm wird ein Interview mit dem jeweiligen Songwriter, Audio-Visuelle Elemente (inkl. alte Aufzeichnungen, Fotos und Filmclips) und evt. Auftritte einschliessen.

Die erste Reihe leitet der Museums-Editor Michael Gray. Zusätzliche Reihen sollen im Juni, September und November folgen.

 

Beinahe 50 Jahre ist es her, seit Cochran in die Music City zog. Cochran ist übrigens der Mit-Komponist von "I Fall to Pieces," "She's Got You," "Make the World Go Away," "A Little Bitty Tear," "Don't Touch Me," "Why Can't He Be You," "The Chair" und "Ocean Front Property."

Über diese Hits und vieles mehr wird Hank während des 60-minütigen Programms diskutieren. Ebenso trägt er ein paar wenige Songs vor. Im Anschluss wird Cochran im Museums-Laden Autogramme geben.

Hank Cochran kam als Garland Perry Cochran in dem winzigen Isola, Miss., zur Welt. Einen Teil seiner Kindheit verbrachte Hank im Kinderheim von Memphis, noch vor seinem Schulabschluss und einem Umzug nach Kalifornien. Dort traf er auf den zukünftigen Rockabilly Star Eddie Cochran (kein Verwandter) und gründete mit diesem zusammen die Cochran Brothers. Gemeinsam traten sie im Fernsehen bei der Town Hall Party auf. Eine  kurze Zeit lang begleitete das Duo Lefty Frizzell.

Noch in Kalifornien wurden Hank's Songs von Pamper Music vertrieben. Also zog Cochran 1960 nach Nashville, denn hier nahm ihn Pamper für $50/Woche als Komponist unter Vertrag.  Skeets McDonald zeichnete als bald sein "Where You Go I'll Follow" 1959 auf. Unzählige Hits folgten. Die Mehrheit von Hank's Hits schrieb er alleine, aber es gab Zeiten, da komponierte er welche zusammen mit Grössen wie Harlan Howard, Willie Nelson und Dean Dillon.

Cochran hat auch viele eigene Aufzeichnungen gemacht. 1962 konnte er mit "Sally Was a Good Old Girl" einen Song unter die Top 20 bringen. 10 Jahre lang war Hank mit dem Grand Ole Opry Star Jeannie Seely verheiratet. Deren Version von "Don't Touch Me" brachte den beiden 1966 einen Grammy ein. Die Lady nannte ihr im Jahr 1967 erschienenes Album deshalb "Thanks Hank." Cochran wurde 1974 in die Nashville Songwriters Hall of Fame aufgenommen.

 

Crazy Arms - die Geschichte hinter dem Song

2. März 2007

Unzählige Nummern werden zu Hits, weil einer die Aufnahme von einem anderen hört und beschliesst, eben jenes Stück neu aufzuzeichnen.

Es wird erzählt, auch bei Ray Price's Monster-Hit "Crazy Arms" habe es sich um nichts anderes gehandelt.         
Claude Cavender, einer der Original-Besitzer der Pamper Music Company, fragte eines Tages den Steel Gitarristen Ralph Mooney, ob er irgend einen Song anzubieten hätte. Mooney schlug ein Stück vor, das er gerade mit Troy Seals zusammen geschrieben hatte. Es handelte sich um "Crazy Arms". Ralph meinte zwar, es handle sich um einen speziellen Titel, aber er könne es ohne weiteres zum Hit schaffen. Also nahm sich Cavender des Songs an und machte ihn zusammen mit seinem Eheweib.

Der Song machte nie von sich reden - bis ein DJ Ray Price von dem Stück berichtete. Sobald er den Namen des Titels hörte, zeigte Ray Interesse.

Ergo spielte ihm der DJ "Crazy Arms" vor. Ray's nächste Columbia Single war geboren und der Rest ist Musikgeschichte!

"Crazy Arms" kam am 26. Mai 1956 in der Hitparade auf Platz 1. Dort hielt sich die Nummer 20 Wochen. Es machte Ray's achten Chart-Song und machte sich insgesamt 45 Wochen in den Country Charts breit.

Doug Davis
Country Music Classics

 

Klassische Mandolinen Solis von Mel Bay

Ein paar populäre Monroe Aufzeichnungen sind im Buch mit allen Kickoffs, Turnarounds und Solis aufgeführt. Darunter sind: Bluegrass Stomp, I’m Working On A Building, Rawhide und Uncle Pen. Das Buch besteht aus 48 Seiten.

Die komplette Songliste ist hier abrufbar: complete song list ein paar Beispiele befinden sich auf der Mel Bay Site. Abrufbar unter:  sample pages

 

Aaron Tippin arbeitet an einer neuen Bluegrass-CD

Das trifft auch auf den Country Hit-Macher  Aaron Tippin zu. Gerade beendet er nämlich ein Bluegrass Projekt, das noch in diesem Jahr auf seinem Label Nippit Records erscheinen soll.

Als ich anfangs Woche mit ihm über die Arbeit sprach, zeigte er sich begeistert von seiner neuen CD.  Wollte er doch  Fans und den Country Medien gleichermassen wissen lassen, dass er schon immer ein Bluegrass-Junge gewesen ist.

Aaron meint, er sei ein Country-Musik Fan gewesen, der in den Bergen von Süd Carolina aufwuchs. Aber seit er Bluegrass zum ersten Mal gehört habe, sei er darauf abgefahren. 

Alle Rhythmus-Tracks für Aaron's Bluegrass-Album sind mittlerweile gelegt, so muss denn nur noch Aaron's Gesang aufgezeichnet werden. Als Picker boten sich indes Charlie Cushman am Banjo, Ward Stout an der Fiddle, Danny Roberts an der Mandoline Mike Bub (ehemaliger Bassist bei Del McCoury) am Bass und Jeff White an der Gitarre an.

Das noch unbenannte Projekt wird ein paar Original-Stücke beinhalten, aber die Mehrzahl der Nummern besteht aus Bluegrass-Klassikern und Songs, die für Aaron's Mainstream-Country Fans eine Bedeutung haben sollen.

Tippin’s gegenwärtiges Album, Now & Then, ist ebenfalls speziell. Es ist die erste Veröffentlichung auf seinem eigenen Label.  Südstaaten-Rock nimmt hier weit mehr Platz ein, als bei den vorgängigen Werken.           
Man beachte: 6 Alben brachten Tippin bis dato Gold ein, eines Platin. Nach seinem Ausflug in den Südstaaten-Rock zeigt das neueste Werk von Aaron Tippin, dass er die Unabhängigkeit, welche ihm sein eigenes Label garantiert, ernst nimmt.

Ich nahm Aaron hoch, als er versprach, ein paar dieser Stücke auch in seine Live-Shows einzubauen. Ich meinte, er müsse dann zuerst sein altes Banjo von Staub befreien und es zuerst wieder mit Saiten versehen, bevor er damit die Bühne betrete.

Aaron war noch nicht sicher, ob er auch ein Video von seinem Bluegrass-Projekt machen möchte, wies jedoch dessen ungeachtet darauf hin, dass ein grosser Teil der Aufzeichnungs-Sessionen ohnehin gefilmt wurden.

Aaron versprach, dass er uns betreffend CD auf dem Laufenden halte. So werden wir uns wieder melden, sobald Audio Samples abrufbar sind.

 

 

Auch mit 60 Jahren zeigt sich Joe Ely noch immer unternehmenslustig

Joe Ely scheint sich auch mit 60 Jahren noch nicht auszuruhen. Denn seine neue CD "Happy Songs From Rattlesnake Gulch" erscheint im Februar 2007 auf seinem eigenen Rack'Em Label.

Ende Februar erschien zudem eine Publikation mit Ely's poetischen Grübeleien über das Leben als Musiker 'on the road'. Sie nennt sich "Bonfire of Roadmaps" und kam bei der University of Texas Press heraus.

Im März 2007 öffnet die Universität ihre Türen für eine Ausstellung mit Bildern des Texaners.

Im März 2007 soll auch ein weiteres Album, "Silver City", erscheinen. Alle Songs auf dem Werk existieren schon lange, wurden aber erst kürzlich aufgenommen.

Im April 2007 folgen dem zwei besprochene CD's - Auszüge des "Bonfire" Buches.

Später, aber noch in diesem Jahr, sollen ein paar Ely CD's neu erscheinen.
Im Sommer 2007 wird Joe eventuell auch mit den Flatlanders (Jimmie Dale Gilmore, Butch Hancock and Ely) im Studio sein. Geplant sind weitere Alben und eine Novelle. 

Und gegenwärtig - gegenwärtig befindet sich Joe Ely  wieder auf Tournee. Ein paar Songwriters, etwa Lovett, Clark und Hiatt, begleiten ihn. Aber es sind auch Solo (akustische) Auftritte und potentielle Touren in Europa und Australien gegen Ende Jahr geplant. 

Joe Ely kann man beinahe als Texas Country's Renaissance Mann bezeichnen.

"Ich hatte einen Highschool Englisch Lehrer, der meinte, ich würde nicht älter als 21. Viele Leute haben mich vor meinem Zigeuner-Leben gewarnt," meint Ely über das Handy. "Wann immer ich auf Tour war, erschien ich den Menschen heimatlos. Ein Vagabund. Doch ich befand mich eher auf grosser Mission. Ich entdeckte jeden einzelnen Platz. Ich sammelte Material, aus dem später Songs enstanden."

"In ein paar Tagen werde ich 60 Jahre alt. So beschäftigt war ich noch nie." witzelt Ely.  "Ich denke, ich gucke einfach zuwenig Fernsehen. Ich muss mehr am Fernsehen entdecken. Dann kann ich meine Zeit dazu benutzen, Minigolf oder ähnliches zu spielen. Ich arbeite stets an etwas anderem, also bleibt mir keine Zeit für wichtige Dinge."

Aber dann wird Ely plötzlich ernst. Er zählt die verschiedenen Projekte auf, die ihn wieder auf Tour bringen werden.

Die Liste führen die 2 CDs "Rattlesnake Gulch" und "Silver City" an. Dabei handelt es sich um die 2 Alben, die Ely zu seinem Buch hin veröffentlicht.

"Als ich über ein Buch nachdachte, kam mir auch diese Idee," erzählt Ely. "Ich betrachte beide Alben als Teile des Buches. Sie wurden zu unterschiedlichen Zeiten geschrieben. Die Mehrzahl der Aufzeichnungen sind letztes Jahr fertig gestellt worden."

"'Rattlesnake' macht die rauhe und verzwickte Seite aus, 'Silver City' die einfache."

Ely, der die meiste Zeit bei MCA, HighTone und Rounder unter Vertrag war, wollte sich zuerst mit einem Label zusammenschliessen. Dann musste er sich aber eingestehen, dass dies nicht ginge bei einer Arbeit, die auf seiner Produktivität beruhte. 

"Ich sprach mit ein paar Plattenfirmen. New West hatte keine Ahnung, was sie mit meiner Idee anfangen sollten."

"Ich möchte viel Material herausgeben. Aber ich habe noch nie eine Plattenfirma gefunden, die gewillt war, mehr als 1 Grossprojekt innerhalb 2 Jahre zu veröffentlichen."

"In den nächsten 5 Jahren möchte ich verschiedene Projekte verwirklichen. Ich weiss noch nicht wie viele ich neben der Novelle und verschiedenen Alben total herausbringen möchte."

"Rattlesnake Gulch" ist eine typische Ely Arbeit. Die Songs, ganz in seiner Manier, erzählen Geschichten über Menschen, die Liebe und die Politik.

"Ich habe diese Menschen getroffen, während ich auf Tournee war. Das Stück 'Baby Needs a New Pair of Shoes,' habe ich zu einer anderen Zeit begonnen, beendete es aber um den Hurricane Katrina herum. Ich denke, die Aufzeichnung brauchte von Viet Nam bis zum Hurricane Katrina hin."

Die Eröffnungsnummer bezieht sich direkt auf New Orleans, beginnt sie doch mit: "All my people need food and water/And Baby needs a new pair of shoes."

Der Track für das lustige "Miss Bonnie & Clyde," über die Flucht von Bonnie vor dem berühmten Bankräuber  Clyde Barrow, wurde bereits 1998 gemacht.

"Mein Freund, Donald Lindley, der hier Schlagzeug spielt, starb kurz nachdem wir den Track aufzeichneten. Also legte ich das Material ein paar Jahre zur Seite. Erst vor ein paar Jahren habe ich die Nummer beendet. D.h. ich beendete die Lyrik. Es handelte sich um Donald's letzte Aufnahme. Ich dachte, ich müsse den Track aufbewahren," erläutert Ely. 

"Hard Luck Saint" handelt von einem Landstreicher, den Ely einst kannte. "Dieser Typ kam aus der Türkei und reiste als Teenager nach Ellis Island. In Brooklyn verlor er seine Eltern. Er sollte sie nie wiedersehen. So kam er schlussendlich nach Texas, hatte er doch das Foto einer Windmühle gesehen. Er fragte jemanden, wo sich diese wohl befände und die meinten, wahrscheinlich in Texas. Also kam er per Autostopp und per Zug nach Texas. Hier arbeitete er in den Ölfeldern, wo ich ihn traf."

"Er half meinem Vater in dessen Second-Hand-Laden. Er war erstaunlich. Er war hart im nehmen, besass jedoch einen gesunden Humor, gepaart mit einem unglaublichen süssen Geist, genau wie in diesem Song. In der Novelle, die ich schrieb, spielt er ebenfalls eine grosse Rolle. Jeder nannte ihn Bob The Turk."

"Nachdem mein Vater starb, half er meiner Mutter, den Laden zu behalten. Er fuhr den Laster versuchte, den Laden zu retten. Aber eines Tages war er einfach verschwunden....".. "

"Up a Tree" ist ein Stück, bei dem einer im Baum festsitzt, von Hunden bewacht.

Für Ely geht's um Politik.

"Eigentlich schrieb ich einfach eine Nummer über jemanden, der sich in eine Situation bringt, aus der er sich selber nicht mehr befreien kann. Die erste Strophe entstand allerdings, als Nixon in den Watergate Skandal verstrickt war. Als ich vor ein paar Jahren meine Kompositionen durchsah, fand ich diesen Vers. Es mag zwar ironisch klingen, aber ich sah George Bush auf demselben Baum sitzen. Also beendete ich den Titel. Ich denke, es gibt Dinge, die geschehen einfach immer wieder. Ich sagte mir, es sei notwendig, das Stück zu beenden, denn was in Nixon's Tagen gegolten habe, gelte heute wieder. 

Also schrieb ich über einen weiteren Anführer, der sich auf den Baum brachte. Und er weiss: Eines Tages muss er da 'runterkommen."

"Bonfire of Roadmaps" ist eine Mixtur, die Joe Ely's Leben abhandelt. Ein paar Nummern sind poetisch, ein paar handeln vom Reisen, der Musik - aber immer von verschiedenen Stationen in Ely's Leben.  

"Ich habe an diesem Projekt mein ganzes Leben lang gearbeitet. Nicht nur in den letzten paar Monaten. Das Buch ist wie eine Reise, die ich machte. Song Ideen. Sie begannen als Noten für zukünftige Lieder und endeten damit, Rhythmus zu sein. Schliesslich nahmen sie 40, 50, 60 Seiten ein und bestanden aus Schnappschüssen vom Touren."

Das Set ist nicht komplett. Ein paar Arbeiten fielen der Flut zum Oper. Und 4 Jahre Arbeit blieben in einem Taxi von New York City liegen. In jener Zeit stellte Ely seine Band zusammen und tourte mit den britischen Punkern/New Wave Helden The Clash.

Ob Ely je eine Pause nötig hat? "Das brauche ich nicht. Echt nicht. Ich wüsste gar nicht, was ich mit Freizeit anfangen wollte. Ich hab's versucht. Bei mir klappt's nicht. Ich mag es, Dinge zu bewegen, zum Vibrieren zu bringen. Und Musik ist eine gute Art, etwas zu vibrieren. Auf Tour zu gehen, bringt die Dinge in Bewegung."

 

 
 
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