Die berühmte Sängerin/Songwriterin Cindy Walker stirbt in Texas
Freitag,
24. März 2006, 12:54 PM EST
Cindy Walker, eine der profiliertesten und erfolgreichsten Komponistinnen in der Geschichte der Country Musik, verstarb am Donnerstag, 23. März in ihrer Heimatstadt Mexia, TX. nach jahrelanger Krankheit. Sie war 87 Jahre alt.
Cindy Walker wurde 1997 in die Country Music Hall of Fame aufgenommen. Nach dem 14. März, als Willie Nelson sein von Kritikern gerühmtes Tribut-Album You Don't Know Me: The Songs of Cindy Walker veröffentlichte, erlangte die Songwriterin nochmals wohlverdienten Ruhm.
Cindy Walker kam am 20. Juli 1918 in Mart, TX., zur Welt.
Cindy Walker besass die einzigartige Fähigkeit, Songs für diverse Musikarten zu
schreiben, von Country bis Pop. Ca. 500 Songs hat sie geschaffen, inkl. Bob
Will’s "Bubbles in My Beer," "Cherokee Maiden" und "You're From
Texas," Ernest Tubb's "Hey Mr. Bluebird" und "Two Glasses Joe"
sowie Roy Orbison's "Dream Baby (How Long Must I Dream)."
Walker schrieb bereits im Alter von 12 Jahren Lieder. Mit ihrer Familie zog das
Mädchen 1941 nach Los Angeles, als sie ihren Vater bat, unterwegs vor einem
bestimmten Gebäude einen Halt einzulegen. Bing Crosby hatte dort sein Büro
eingerichtet. Ein zufälliges Treffen mit Crosby's Bruder führte dazu, dass der
Sänger Cindy Walker's "Lone Star Trail" aufnahm. In Hollywood erhielt
Cindy hernach einen Vertrag bei Decca Records. Nun begann sie, für singende
Cowboys Songs zu komponieren und erschien auch in ein paar Serien von kurzen
Musik-Filmen, die damals als „Soundies" bekannt waren. Sie machten die Vorläufer
der heutigen Musik-Videos.
In
Hollywood traf Cindy auch bald auf Bob Wills, der schliesslich mehr als 50 ihrer
Lieder aufnahm, darunter ca. 30 Nummern, die in seine Filme eingeschlossen
wurden. Walker's Beziehungen zur West-Küste brachten noch weitere Hits ein, etwa
Eddy Arnold's "Take Me in Your Arms and Hold Me" oder Ernest Tubb's
"Warm Red Wine."
1954 zog Cindy mit ihrer Mutter wieder nach Texas zurück. Nun verbrachte Cindy
Walker immer mehr Zeit in Nashville. Obwohl Arnold's 1956-er Aufnahme von "You
Don't Know Me" lediglich auf den 10. Platz der Charts kam, wird die
Zusammenarbeit von Cindy und Arnold als einer der grössten jener Zeit bezüglich
betrachtet. Bald schon konnte Cindy ähnlichen Erfolg mit Hank Snow's "The
Gold Rush Is Over", "The Next Voice You Hear" und George Morgan's
"I Love Everything About You" feiern.
Zu weiteren Hits Cindy’s gehörten Gene Autry's "Blue
Canadian Rockies," Jim Reeves' "Distant Drums", "Anna Marie,"
Sonny James' "Heaven Says Hello" and Jerry Wallace's "In the Misty
Moonlight."
Ray Charles' Version von "You Don't Know Me" wurde schliesslich das
Highlight des Modern Sounds in Country & Western Music. Er schloss den
Titel bei seinem Album 1962 ein, das sein Durchbruch wurde. Mickey Gilley
landete ebenfalls einen Nr. 1 Hit mit demselben Song, allerdings im Jahr 1981
und auch Ricky Skaggs führte die Charts 1 Jahr später mit "I Don't Care"
an. Dieses Stück wurde original im Jahr 1955 von Webb Pierce vorgetragen.
Cindy’s Lieder nahmen viele Künstler auf, inkl. Merle Haggard, Glen Campbell and
Michael Nesmith.
Nachdem Cindy in die Nashville Songwriters Hall of Fame aufgenommen wurde, liess
ihre Gesundheit, nach dem Tode ihrer Mutter im Jahr 1991, viel zu wünschen
übrig. Um ca. 8 Uhr wurde sie nach starker Atemnot ins Mexia Hospital
eingeliefert. Am Donnerstagmorgen verstarb sie kurz darauf.
Im Promotions-Material zu seiner CD schrieb Willie Nelson:
"Cindy hat über Jahre hinweg konsistent Songs geschrieben, die traditionelle Standards wurden. Dadurch hebt sie sich vom normalen, alltäglichen Songwriter ab. Sie hat mich und jeden Anderen beeinflusst, der nach ihr kam. Wir mussten zuerst ihre Musik besitzen, bevor wir unsere machen konnten."