CD Review: Carrie Underwood „Cry Pretty“

Wir hatten gerade die Möglichkeit ein erstes Mal in das morgen erscheinende Album „Cry Pretty“ von Carrie Underwood zu hören und wollen euch unseren ersten Eindruck nicht vorenthalten.
Das Album startet direkt mit dem Titelsong „Cry Pretty“, der den meisten evtl. schon bekannt ist. Diesen Titel veröffentlichte Carrie bereits vor Monaten als erste Single und meldete sich damit eindrucksvoll nach ihrem Unfall im vergangenen Jahr bei den ACM-Awards im April zurück.
Mit „Ghosts on the Stereo“ folgt ein Titel, den sie mit unglaublich tiefer Stimme beginnt und der somit ihren breiten Stimmumfang deutlich dokumentiert! Weiter gehts mit „Low“, einer Power Ballade, die von ganz ruhig nur mit Stimme und Akustikgitarre sich immer weiter steigert bis hin zu satten E-Gitarren, die allerdings nie über die Stimme dominieren. Anschließend hat man bei „Backsliding“ fast das Gefühl, man soll die Zeit bekommen, einmal Luft holen zu können und mit „Southbound“ zeigt sich dann die unglaubliche Vielseitigkeit des Albums. Eine eher leichte, schwungvolle Partynummer. „That song that we used to make love to“ ist ein Titel im typischen Carrie-style und ist vielleicht der Song, der am ehesten an frühere Werke erinnert. Bevor sie mit „Drinking alone“ dann eher den Popbereich sehr deutlich bedient. Doch mit den nächsten beiden Songs „The Bullet“ und „“Spinning Bottles“ ist ganz klar der Höhepunkt des Albums erreicht. „The Bullet“, den sie, inspiriert durch das Attentat auf das Countryfest in Las Vegas, geschrieben hat und „Spinning Bottles“, in dem es um Alkoholabhängigkeit geht sind zwei tiefgründige Balladen mit sehr ernsten Themen in atemberaubendem musikalischen Gewand und zeigen, warum Carrie Underwood seit Jahren zu den erfolgreichsten Künstlern der Country Musik zählt. Mit „Love wins“ und „End up with you“ bekommt man dann noch zwei bereits in den letzten Wochen veröffentlichte Songs. „Love wins“ ist ausserdem die 2. und aktuelle Single des Albums, mit der sie eine sehr deutliche und optimistische Aussage trifft. Love wins eben…
„Kingdom“, was fast wie eine Hommage an ihre Familie klingt rundet das Album großartig ab, bevor man mit dem Bonustitel „The Champion“, einem Duett mit Rapper Ludacris, noch eine Zugabe bekommt.
Alles in Allem ein großartiges Album, bei dem Carrie Underwood zeigt wie man moderne Countrymusik mit komerzieller Popmusik verbinden kann ohne sich dabei untreu zu werden. Dieses Album ist 3 Jahre nach „Storyteller“ definitiv ein weiterer Schritt nach vorn und kann sicher zu einem ihrer erfolgreichsten Werke werden.